Du hast den Dreh gut hinbekommen, der Schnitt sitzt, der Kunde ist zufrieden. Aber wenn du ehrlich nachrechnest: Für die Stunden, die du wirklich reingesteckt hast, hättest du mehr verlangen müssen.
Das passiert, wenn Videografen ihre Projekte nicht sauber kalkulieren — sondern aus dem Bauch heraus einen Preis nennen. Und es passiert häufig. Anders als für Fotografie gibt es für Videoproduktionen im DACH-Raum keine etablierten Branchenumfragen, an denen du dich orientieren könntest. Die Kosten für einen Videodreh variieren so stark, dass Pauschalaussagen wertlos sind. Umso wichtiger, dass deine eigene Kalkulation steht.
Eine Videoproduktion kalkulieren ist komplexer als ein Fotoprojekt: mehr Phasen, mehr Gewerke, mehr versteckte Zeitfresser. Aber genau deshalb lässt sich mit einer sauberen Methode am meisten herausholen. Dieser Artikel zeigt dir, wie — Schritt für Schritt, mit einem interaktiven Kalkulator, in den du deine eigenen Zahlen eintragen kannst.
Warum Video-Kalkulation anders funktioniert als Foto
Wenn du aus der Fotografie kommst, kennst du die Grundstruktur: Shooting plus Nachbearbeitung. Bei Video sieht das anders aus. Drei Unterschiede machen die Kalkulation grundlegend komplexer.
Erstens: die Phasenstruktur. Ein Videoprojekt gliedert sich in Pre-Production, Produktion und Post-Production. Jede Phase hat eigene Kostentreiber, eigene Zeitfresser und eigene Risiken. Bei Fotografie ist der Drehtag der Kern. Bei Video ist er nur das mittlere Drittel.
Zweitens: die Equipment-Kosten. Videoproduktion erfordert nicht nur eine Kamera und Objektive, sondern Gimbal, Drohne, professionelle Audiotechnik, Lichtpark, Monitore. Die Investitionssumme ist höher, der Verschleiß größer, die Versicherungskosten steigen.
Drittens — und das ist der entscheidende Punkt: der Post-Production-Anteil. Bei Fotografie macht die Nachbearbeitung typischerweise 20 bis 30 Prozent des Gesamtaufwands aus. Bei Video sind es 40 bis 60 Prozent. Sichtung, Rohschnitt, Feinschnitt, Color Grading, Sound Design, Motion Graphics, Korrekturschleifen, Export in verschiedenen Formaten — das summiert sich auf ein Mehrfaches der reinen Drehzeit.
Bei Fotografie ist der Drehtag oft der Hauptkostentreiber. Bei Video ist es die Post-Production — und genau da rechnen sich die meisten unter Wert.
Die Konsequenz: Wer nur den Drehtag bepreist, verliert Geld. Eine vollständige Kalkulation muss alle drei Phasen abbilden — einzeln, nicht als Pauschalklumpen. Wie eine Projektkalkulation für Fotografen grundsätzlich aufgebaut ist, erklärt der vollständige Guide zur Projektkalkulation. Die folgenden Abschnitte übertragen diese Struktur auf Video und zeigen, wo die Unterschiede liegen.
Die 3 Phasen einer Videoproduktion — und was jede Phase kostet
Jede Videoproduktion durchläuft drei Phasen. Jede Phase hat eigene Aufgaben, eigene Kostentreiber und einen eigenen Anteil am Gesamtbudget. Die Kunst liegt darin, jede Phase einzeln zu kalkulieren, statt einen Gesamtpreis aus dem Gefühl heraus zu nennen.
| Phase | Typische Aufgaben | Zeitanteil | Kostentreiber |
|---|---|---|---|
| Pre-Production | Briefing, Konzept, Storyboard, Drehplan, Location-Scouting, Casting | 15–25 % | Kreativleistung, Kommunikation |
| Produktion | Dreh (Kamera, Ton, Licht), Regie, Auf-/Abbau | 20–35 % | Equipment, Crew, Anfahrt, Drehtage |
| Post-Production | Sichtung, Rohschnitt, Feinschnitt, Color Grading, Sound Design, Motion Graphics, Korrekturschleifen | 40–60 % | Spezialsoftware, Lizenzen, Revisionen |
Die Pre-Production umfasst alles, was vor dem Dreh passiert: Briefing, Konzeptentwicklung, Drehplanung. Diese Phase bestimmt, ob das Projekt reibungslos läuft oder am Set in Improvisation endet. Wer hier investiert, spart bei Dreh und Schnitt.
Die Produktion ist der sichtbarste Teil — der Tag am Set. Aber ein Drehtag besteht nicht nur aus der reinen Kamerazeit. Auf- und Abbau, Umbauten zwischen Szenen, Wartezeiten und Technik-Checks gehören dazu. Ein "halber Drehtag" ist in der Realität fast immer ein ganzer.
Die Post-Production ist bei Video der größte Kostenblock. Hier entsteht aus Rohmaterial ein fertiges Produkt: geschnitten, farbkorrigiert, vertont, mit Grafiken versehen und in verschiedenen Formaten exportiert. Was viele unterschätzen: Auch die Korrekturschleifen mit dem Kunden fallen in diese Phase — und können den Aufwand erheblich steigern.
Die Prozentangaben sind Orientierungswerte für die Zeitverteilung — die konkreten Videoproduktion Kosten ergeben sich aus deinem individuellen Tagessatz und dem Projektumfang. Aber die Verhältnisse sind konsistent: Post-Production ist fast immer der größte Posten. Auftraggeber verstehen und respektieren aufgeschlüsselte Angebote. Ein transparenter Kostenüberblick, der diese drei Phasen sichtbar macht, wirkt professioneller als eine einzelne Pauschale — und lässt weniger Raum für Preisdiskussionen.
Pre-Production — der unsichtbare Kostenblock
"Wir telefonieren kurz, dann drehen wir nächste Woche." So beginnen viele Projekte. Was dabei untergeht: Zwischen dem ersten Telefonat und dem Drehtag liegt eine Menge Arbeit — und die meisten Videografen berechnen diese Zeit nicht.
Was in deine Pre-Production-Kalkulation gehört:
- Kundengespräche und Briefing-Abstimmung
- Konzept und Treatment
- Storyboard oder Shotlist
- Location-Scouting (inklusive Fahrten)
- Casting-Koordination falls nötig
- Drehplan erstellen
- Equipment-Prüfung und -Buchung
Zusammen kostet das schnell ein bis zwei volle Arbeitstage. Bei komplexeren Projekten — etwa einem Imagefilm mit mehreren Locations und Protagonisten — auch mehr. Und jede Stunde davon ist Arbeitszeit, die in deine Kalkulation gehört.
Ein praktischer Tipp: Tracke bei deinen nächsten drei Projekten, wie viele Stunden du in jede dieser Aufgaben steckst. Die meisten Videografen sind überrascht, wie viel Pre-Production tatsächlich kostet — und wie viel davon bisher unbezahlt blieb.
Jede Stunde Konzeptarbeit, die du nicht berechnest, kommt direkt aus deinem Gewinn.
Produktionskosten — so setzt sich dein Drehtag-Preis zusammen
Der Drehtag ist der sichtbarste Teil einer Videoproduktion. Aber "ein Drehtag" ist keine aussagekräftige Kalkulationsposition. Dein Drehtag-Preis setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen, die du einzeln kennen und kalkulieren solltest.
Dein Tagessatz ist dein Honorar für Regie und Kamera. Die Höhe ergibt sich nicht aus dem Markt und nicht aus deinem Bauchgefühl, sondern aus deiner individuellen Kalkulation: Lebenshaltungskosten, Betriebskosten, Rücklagen und Gewinn, geteilt durch deine produktiven Arbeitstage pro Jahr. Wie du deinen Tagessatz korrekt berechnest, erklärt der Artikel Tagessatz als Fotograf berechnen — die Methodik ist für Videografen identisch.
Die Equipment-Pauschale ist eine eigene Position — auch wenn du eigenes Equipment einsetzt. Deine Kamera, Objektive, Gimbal, Drohne, Lichttechnik und Audiotechnik verlieren jeden Tag an Wert. Laut AfA-Tabelle des Bundesfinanzministeriums beträgt die Nutzungsdauer für Kameras und Videogeräte sieben Jahre — bei nachweisbar intensiver professioneller Nutzung kann eine kürzere Abschreibungsdauer argumentiert werden. Wenn du diese Abnutzung nicht als eigene Position berechnest, finanzierst du die nächste Anschaffung aus deinem Gewinn. Eine separate Equipment-Pauschale pro Drehtag ist branchenüblich und transparent.
Dazu kommen Anfahrt und Reisekosten (Kilometerpauschale, gegebenenfalls Übernachtung und Verpflegung) und bei größeren Projekten Crew-Kosten — dazu mehr im Abschnitt Solo vs. Team weiter unten.
Noch keinen Tagessatz berechnet? Mit dem flintery Tagessatz-Rechner ermittelst du in 2 Minuten deinen individuellen Tagessatz — kostenlos und ohne Registrierung.
Und wenn du über den einzelnen Drehtag hinausdenken willst: Wie Videografen Cashflow, Rücklagen und Steuern systematisch planen, zeigt unser Finanzmanagement-Guide für Kreative.
Post-Production — der unterschätzte Zeitfresser
Die Post-Production ist bei Video der mit Abstand größte Kostenblock. Und gleichzeitig der, den die meisten Videografen am stärksten unterschätzen. Nicht weil sie die Arbeit nicht kennen, sondern weil sie die Stunden nicht zählen.
Was alles in die Post-Production fällt:
- Sichtung und Selektieren — das gesamte Rohmaterial durchgehen, brauchbare Takes markieren, unbrauchbare aussortieren
- Rohschnitt (Assembly) — die Grundstruktur des Films zusammenbauen
- Feinschnitt — Timing, Übergänge, Rhythmus. Hier wird aus Material ein Film
- Color Grading — Farbkorrektur und Look-Entwicklung
- Sound Design und Mix — Atmosphären, Soundeffekte, Lautstärke-Anpassung, Sprachverständlichkeit
- Motion Graphics und Titel — Bauchbinden, Intro/Outro, animierte Elemente
- Korrekturschleifen — Feedback des Kunden einarbeiten
- Delivery und Export — Formate für verschiedene Plattformen (16:9 für YouTube, 9:16 für Reels, verschiedene Codecs und Auflösungen)
Als Planungshilfe: Pro Drehtag kannst du mit zwei bis vier Tagen Post-Production rechnen, je nach Komplexität. Was kostet ein Imagefilm als Solo-Videograf in Sachen Post-Aufwand? Bei einem typischen Imagefilm mit einem Drehtag sind drei bis fünf Post-Tage realistisch. Bei einem Social-Media-Clip mit einem halben Drehtag ein bis zwei Post-Tage. Diese Faustregeln sind Orientierung — deine tatsächlichen Post-Zeiten hängen von deinem Workflow, deiner Software und den Anforderungen des Projekts ab.
Ein Punkt, der in fast jedem Angebot fehlt: die Begrenzung der Korrekturschleifen. "Noch eine kleine Änderung" summiert sich schnell auf Tage unbezahlter Arbeit. Die klare Formulierung im Angebot — "Zwei Korrekturschleifen inklusive, jede weitere wird als zusätzlicher Post-Production-Tag berechnet" — schützt dich vor endlosen Revisionen.
Und dann ist da noch die Musik. Ob GEMA-freie Bibliothek, lizenzierte Tracks oder Eigenkomposition — Musikkosten sind eine eigene Position im Angebot. Sie gehören nicht in deinen Tagessatz und sollten transparent ausgewiesen werden.
Nutzungsrechte bei Video — ein eigener Kalkulationsschritt
Nutzungsrechte sind kein prozentualer Aufschlag auf dein Honorar. Sie sind ein eigenständiger Kalkulationsschritt, der sich aus konkreten Parametern ergibt: Nutzungsart, Dauer, Territorium und Exklusivität.
Und gerade bei Video sind Nutzungsrechte besonders relevant. Ein Imagefilm wird selten nur einmal und auf einem Kanal eingesetzt. Er läuft auf der Website, auf YouTube, auf Messen, in Social-Media-Ads, vielleicht als TV-Spot oder auf einer Großbildfläche. Jede zusätzliche Nutzung hat einen kommerziellen Wert — und dieser Wert gehört kalkuliert. Eine Werbespot-Kalkulation ohne Nutzungsrechte ist wie ein Mietvertrag ohne Mietpreis.
Die Systematik ist dabei für Video und Foto identisch: Einfache oder ausschließliche Nutzung, lokales oder internationales Gebiet, ein Jahr oder unbegrenzt, ein Medium oder alle Medien. Die Kombination dieser vier Dimensionen bestimmt den Wert der Lizenz.
Nutzungsrechte lassen sich nicht in einem einzelnen Feld berechnen. Sie hängen von Nutzungsart, Dauer und Territorium ab. Wie das System funktioniert, erklärt der Artikel Nutzungsrechte für Fotos berechnen — die Grundprinzipien gelten für Video genauso.
Deine Kalkulation — rechne mit deinen eigenen Zahlen
Die Theorie steht. Jetzt wird's konkret. Trag deine eigenen Werte in die Kalkulation ein und sieh sofort, wie sich deine Produktionskosten zusammensetzen. Die Voreinstellungen zeigen eine typische Imagefilm-Kalkulation — ein Drehtag, drei Interviews, B-Roll, Musik, Motion Graphics. Aber deine Zahlen zählen. Ändere den Tagessatz, die Anzahl der Drehtage oder die Post-Production-Tage und sieh in Echtzeit, wie sich dein Videoproduktion-Budget verschiebt.
Video-Kalkulator
Kostenaufstellung
800 € x 1.5 Tage
(800 € + 350 €) x 1 Tag + 40 €
800 € x 4 Tage
Pauschale
Kostenverteilung
Ein Blick auf die prozentuale Aufteilung bestätigt, was du in den vorherigen Abschnitten gelesen hast: Post-Production macht den größten Anteil aus. Nicht der Drehtag. Wenn du bisher deine Videoproduktion-Preise vor allem am Drehtag festgemacht hast, siehst du hier schwarz auf weiß, warum das nicht aufgeht.
Diese Kalkulation zeigt deine Produktionskosten — aber ein vollständiges Angebot besteht aus mehr. Was hier nicht abgebildet ist: Nutzungsrechte (bei B2B-Aufträgen oft der größte Einzelposten), variable Projektkosten wie Studio, Assistenz oder Requisiten, Zahlungskonditionen und Cashflow-Planung. In flintery kalkulierst du all das in einem Projekt — Nutzungsrechte über einen geführten Entscheidungsbaum, Projektkosten als eigene Positionen, Konditionen mit MwSt und Anzahlung. Am Ende steht ein Projektpreis, den du als Angebot exportieren kannst.
Die 5 häufigsten Kalkulationsfehler bei Videoproduktionen
Fehler 1: Nur den Drehtag bepreisen. Pre-Production und Post-Production kosten zusammen mehr als der Dreh selbst. Wer nur den Drehtag kalkuliert, arbeitet den größten Teil des Projekts unbezahlt. Die Kalkulation oben macht das sichtbar: Der Drehtag ist selten mehr als ein Drittel der Gesamtkosten. Trotzdem orientieren sich viele Videografen bei ihrer Preisfindung ausschließlich an der Frage "Was kostet ein Drehtag?" — und vergessen alles davor und danach.
Fehler 2: Keine Equipment-Pauschale. Kameras, Objektive, Gimbal, Drohne und Software haben eine begrenzte Lebensdauer. Die AfA-Tabelle setzt sieben Jahre an — in der Praxis sind es oft weniger. Wer keine Equipment-Pauschale berechnet, finanziert die nächste Anschaffung aus dem Privatvermögen. Eine separate Position pro Drehtag — egal ob du eigenes oder gemietetes Equipment nutzt — gehört in jede Kalkulation.
Fehler 3: Unbegrenzte Korrekturschleifen. "Noch eine kleine Änderung" summiert sich schnell auf Tage. Ohne klare Begrenzung im Angebot hast du keine Grundlage, zusätzlichen Aufwand nachzuberechnen. Zwei Schleifen inklusive, jede weitere wird als Post-Production-Tag berechnet — das gehört ins Angebot, bevor der Dreh startet.
Fehler 4: Nutzungsrechte vergessen. Gerade bei Werbefilmen und Social-Media-Kampagnen. Ein Video, das auf der Website, auf Messen und in bezahlten Ads läuft, hat einen anderen Nutzungswert als ein einmaliges Event-Video. Wer Nutzungsrechte nicht als eigene Position kalkuliert, gibt einen wesentlichen Teil des Projektwerts ohne Vergütung ab.
Fehler 5: Pauschalpreis ohne innere Struktur. Auch wenn der Kunde am Ende einen Projektpreis sieht: Deine interne Kalkulation muss aufgeschlüsselt sein. Nur so weißt du, ob das Projekt wirtschaftlich ist — und wo du bei Nachverhandlungen Spielraum hast, ohne unter deinem Minimum zu landen. Die phasenbasierte Kalkulation gibt dir diese Struktur.
Solo-Videograf vs. Team — Kalkulation im Vergleich
Nicht jedes Videoprojekt ist eine One-Person-Show. Sobald du Crew buchst, verändert sich die Kalkulation — in Aufwand, Struktur und Preispotenzial.
| Aspekt | Solo-Videograf | Produktionsteam |
|---|---|---|
| Direkte Kosten | Niedriger | Höher (Crew-Gagen) |
| Zeitaufwand pro Projekt | Höher (alles selbst) | Niedriger (Spezialisierung) |
| Skalierbarkeit | Max. 1 Projekt parallel | Mehrere Projekte möglich |
| Projektpreis-Potenzial | Begrenzt | Höher (Koordination als eigene Leistung) |
Als Solo-Videograf machst du alles selbst: Konzept, Dreh, Schnitt, Grading, Sound, Export. Das hält die direkten Kosten niedrig, begrenzt aber deine Kapazität. Du kannst realistisch ein Projekt gleichzeitig betreuen und bist in deinem Projektpreis durch deine eigene Arbeitszeit gedeckelt.
Sobald du Crew buchst — einen Tonmann, eine Assistenz, einen Beleuchter — ist deren Gage ein Durchlaufposten in deiner Kalkulation. Aber dein eigener Organisations- und Regie-Aufwand kommt oben drauf. Viele etablierte Videografen kalkulieren einen Aufschlag von 30 bis 50 Prozent auf die Crew-Kosten, um Koordination, Kommunikation und Verantwortung abzudecken. Der genaue Wert hängt von deinem Aufwand und der Projektgröße ab.
Der Kalkulator oben bildet die Solo-Kalkulation ab. Sobald du mit Team arbeitest, wird die Kalkulation komplexer — mit separaten Crew-Positionen, Koordinationsaufwand und eigener Marge.
Vom Kostenüberblick zum Projektpreis
Fünf Punkte, die du aus diesem Artikel mitnehmen solltest.
Kalkuliere phasenbasiert. Pre-Production, Produktion und Post-Production — jede Phase einzeln, nicht als Pauschale. Die Aufschlüsselung zeigt dir, wo dein Geld wirklich hingeht, und macht dein Angebot nachvollziehbar.
Nimm Post-Production ernst. Sie ist der größte Kostenblock. Wer hier zu wenig ansetzt, arbeitet den größten Teil des Projekts unbezahlt.
Weise Equipment als eigene Position aus. Verschleiß, Versicherung und Refinanzierung müssen gedeckt sein — auch bei eigenem Equipment.
Begrenze Korrekturschleifen. Zwei inklusive, jede weitere kostet. Das gehört ins Angebot.
Behandle Nutzungsrechte als eigenständigen Kalkulationsschritt. Nicht als Aufschlag, nicht als Bauchgefühl-Betrag, sondern als systematische Kalkulation basierend auf Nutzungsart, Dauer und Territorium.
Deine Kalkulation ist dein internes Werkzeug. Du zeigst dem Kunden nicht den Stundenzettel — du leitest daraus einen souveränen Projektpreis ab. Einen Preis, der deine Arbeit vollständig abbildet und den du selbstbewusst vertreten kannst. Wer seine Videoproduktion richtig kalkuliert, arbeitet nicht mehr unter Wert.
Du hast jetzt die Methodik. flintery bildet genau diesen Prozess digital ab — Pre-Production, Produktion, Post-Production, Nutzungsrechte, Cashflow, Export. Alles in einem Kalkulator. Für Foto, Video und Hybrid-Projekte.
Dieser Artikel ist Teil unserer Serie zur Projektkalkulation für Kreative. Den vollständigen Guide mit Tagessatz-Berechnung, variablen Kosten und Konditionen findest du hier: Projektkalkulation für Fotografen: Der vollständige Guide 2026